Skandal zur EM: Neonazi-Hooligans auf Steuerkosten!

Veröffentlicht am 9. April, 2008 in Kärntnerisches

BZÖ-Stadtrat und SPÖ-Landesrat Schantl wollen auf Steuerkosten Neonazi-Hooligans nach Kärnten holen.

ThompsonAm 7. Juni ist, im Rahmen der “EM Public Viewing”-Veranstaltung in St. Andrä, ein großes Konzert der Kroatischen Band “Thompson” im dortigen Stadion geplant. Konkret organisiert dieses Konzert BZÖ-Stadtrat Franz Baumann. Finanziert wird das ganze vom Land Kärnten und bewerben tut es die SPÖ heftig.
Ich sage: Dieses Konzert darf unter keinen Umständen stattfinden!

DIE BAND

“Thompson” ist eine rechtsextreme und neofaschistische Band aus Kroatien, die bereits den Österreichischen Verfassungsschutz auf den Plan gerufen hat. Die Band unterstützt offiziell den Ex-General Ante Gotovina, gegen den vor kurzem vor dem Kriegsverbrechertribunal in Den Haag der Prozess begonnen hat. In den Niederlanden wurden “Thompson”-Konzerte in der Vergangenheit verboten. Marko Perkovic (Der Sänger der Band “Thompson”) schloss sich in den ersten Tagen des Balkankrieges im Sommer 1991 einer nationalistischen Heimwehrbrigade seines Heimatdorfes Cavoglave, an der Grenze zur Herzegowina, an. Die “Thompson” - Maschinenpistole “wurde seine Braut” und nach ihr nahm der deklarierte Nationalist den Künstlernamen an.

Fans von Thomson mit Ante Gotovina T-Shirt“Thompsons” rechtsextreme Songs tragen massive Titel wie “Steinerne Gene”, “Oh mein Volk” oder “Es war einmal in Kroatien”. Fans tragen häufig Symbole und Insignien der kroatischen Ustascha-Faschisten, die im Zweiten Weltkrieg an der Seite Deutschlands verantwortlich waren für das grausame Verfolgen und Ermorden von hunderttausenden Juden, Serben und anderen Minderheiten. Das Simon-Wiesenthal-Zentrum in Jerusalem und jüdische Gemeinden haben bei zugelassenen Konzerten in der Vergangenheit entsetzt reagiert und den kroatischen Präsidenten Mesic mehrmals um ein Verbot der Band gebeten.

EXTRA-BUS FÜR NEONAZIS

Zum Konzert will BZÖ-StR Baumann außerdem, laut Insider Infos, angeblich einen Bus für die kroatischen Neonazi-Hooligan-Fans der Band nach St. Andrä organisieren. Tausende glatzköpfige, faschistische Hooligan-Fans werden außerdem extra anreisen, um ihr Idol zu bewundern. “Thompson” ist eine in Kroatien sehr bekannte und polarisierende Band. Auch die Menschen in St. Andrä haben sicherlich keinen großen Bedarf an diesen Menschen beim Public-Viewing. Auch bei der EM darf kein Platz für Neonazis sein!

Wir Grüne sagen eindeutig “Ja” zu grenzüberschritenden Festen mit KroatInnen während der EM. Aber eine Neofaschistische-Band einzuladen ist mit Sicherheit der falsche Schritt!

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Birnbacher: Neuer Haider Freunderl Korruptionsfall

Veröffentlicht am 26. Februar, 2008 in Kärntnerisches

Hypo-Bank1Dietrich Birnbacher, ein Kärntner Banker bekam von Landeshauptmann Jörg Haider (BZÖ) und Landesrat Martinz (ÖVP) für die Privatisierung der “HYPO Landesbank” einfach mal 12.000.000 € (12 Millionen) Landesgeld bar auf die Hand.

“Das ist im Bankgeschäft so üblich” meint Birnbacher und Haider findet überhaupt, dass der Lohn ein “Super billiges Schnäppchen” war.

Nur so nebenbei: Das, was im Bankgeschäft “so üblich” ist, dafür müsste eine Hauptschullehrerin 295 Jahre arbeiten,
Ein Bauarbeiter rund 428 Jahre und eine Verkäuferin 515 Jahre.

Außerdem hat Haider dieses “Schnäppchen bisher tunlichst verschwiegen und immer behauptet der Ausverkauf der HYPO hat nur 250.000 € gekostet.

(Das und vieles unerträgliche mehr regelmäßig in meiner Korruptions Chronologie)

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Banda Aceh: Das teuerste Foto der Welt!

Veröffentlicht am 11. Februar, 2008 in Kärntnerisches

banda-aceh
Dieses Foto kostete die KärntnerInnen 1,377 Millionen Euro und ist damit das teuerste Foto der Welt

Eigentlich war das Geld als Hilfe für die Tsunami-Opfer gedacht. Es hätte ein “Kärnten-Dorf” gebaut werden sollen. Es ist aber nicht nur vollkommen in den Sand gesetzt worden (nicht bewohnbar, nur eine Kulisse, überall Schimmel, mittem im Rebellengebiet, kein WC, kein Wasser, keine Menschen und mitten in der leeren Einöde ohne Infrastruktur), sondern es war von Anfang an nur als Showbühne für ein zwei Fotos von Jörg Haider (inmitten bezahlter Kinder) gedacht. Um den LH für den kommenden Wahlkampf zu beweihräuchern ist nichts zu teuer und kein Thema zu traurig und emotional.

Riesen Skandal am Rande: Für hunderttausende Euros, die angeblich schon nach Indonesien überwiesen worden sind, fehlt jeder Beleg wohin sie gegangen sind. Keine Rechnung, kein Ergebnis. Sie sind in irgendwelchen Taschen versickert.
Für die Flüge nach Banda Aceh - unter großem Trara - wurde außerdem vom BZÖ-Landeshauptmann, seinem Petzner und den anderen “Buberln und Freunderln” weit mehr vom Geld ausgegeben, als für das “Kärnten-Dorf” selbst.

Da stellt sich nur noch die Frage, wohin das ganze Geld geflossen ist, wo niemand weiß, wo es ist. Ich habe eine Vermutung: In die Selbstdarstellungs-Sommerkampagne des BZÖ, in den “Teuerungsausgleich” oder in private Taschen von Freunderln.

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“Komasaufen” ist Wort des Jahres 2007. Warum nur?

Veröffentlicht am 16. Dezember, 2007 in Kärntnerisches

Komasaufen

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Ulrichsberg? Eine Erklärung

Veröffentlicht am 14. Dezember, 2007 in Kärntnerisches

(Aufruftext des Aktionskreises gegen das Ulrichsbergtreffen)

Jedes Jahr im Herbst finden am Ulrichsberg, einem Hügel am Rande der Kärntner Landeshauptstadt Klagenfurt/Celovec, sogenannte “Heimkehrerfeiern” statt. Unter dem Motto “Der Ulrichsberg ruft” treffen sich seit 1958 ehemalige Angehörige der Wehrmacht und der Waffen-SS mitsamt Verwandtschaft und ideologischen “Nachfahren”. Frei nach dem Motto “Frontgeist statt Klassenkampf”, aus den Anfangstagen der Gemeinschaft, stehen die Verherrlichung der Kriegskameradschaft und das damit verbundene Gedenken an die Gefallenen im zurechtgedeuteten “Kampf gegen den Kommunismus” im Zentrum der Traditionspflege.

Organisiert und ausgerichtet werden die Feiern vom “Verein für die Heimkehrergedenkstätte ‘Ulrichsberg’” (kurz Ulrichsberggemeinschaft). Diese ist ein Zusammenschluss von Wehrmachts- und SS-Veteranenverbänden sowie deutschnationalen Kärntner Heimatverbänden. Dazu zählen u.a. der “Österreichische Kameradschaftsbund”, die “Kameradschaft IV Kärnten” (die Kameradschaft ehamaliger Waffen-SS Angehöriger), die “Kameradschaft ehemaliger Gebirgsjäger”, die “Kameradschaft der Ritterkreuzträger”, der “Kärntner Heimatdienst” und der “Kärntner Abwehrkämpferbund” oder die “Volksdeutsche Landsmannschaft”. Darüber hinaus werden die jährlichen Feiern in enger organisatorischer Verbindung mit dem österreichischen Bundesheer und dem Roten Kreuz abgehalten.

In der Gedenkstätte selbst spiegelt sich diese Vielzahl an Organisationen auch optisch wider. Neben einem riesigen Stahlkreuz steht eine Kirchenruine, in der sich ein sogenannter “Ehrenhain” mit Gedenktafeln befindet. Dort dominieren neben Gedenktafeln, die sich dem “deutsch-kärntner Abwehrkampf”, dem Bombentod in der Heimat oder der Vertreibung von “Volksdeutschen” widmen, vor allem Tafeln, die das Andenken an verschieden Wehrmachts- und insbesondere Gebirgsjägerheiten und ehemalige SS-Freiwilligen-Verbände aus ganz Europa hochhalten.

Die Ulrichsberggemeinschaft versucht seit Beginn ihres Bestehens nicht nur den 2. Weltkrieg als notwendigen Abwehrkampf gegen den Kommunismus umzudeuten, sondern auch die Waffen-SS, als vierten Teil der Wehrmacht und damit als unbedenklich hinzustellen. Die “Kameradschaft IV” der ehemaligen Waffen-SS-Angehörigen hat dementsprechend innerhalb der “Gemeinschaft” seit jeher eine bedeutende Rolle. (siehe Artikel Waffen-SS am Ulrichsberg)

Die Beziehungen der Ulrichsberggemeinschaft zu den politischen Parteien lassen sich bei weitem nicht auf die oft zitierte Ansprache des Kärntner Landehauptmanns Jörg Haider beim Krumpendorftreffen 1995 beschränken, auch Vertreter der ÖVP und der Sozialdemokratie stehen in einem Naheverhältnis zur Ulrichsberggemeinschaft. Hochrangige Mitglieder ließen es sich bisher nicht nehmen beim Ulrichsbergtreffen als Festredner aufzutreten oder an den Gedenkfeierlichkeiten teilzunehmen. So verwundert es auch nicht, dass sich der jetzige Präsident der Ulrichsberggemeinschft, Rudolf Gallob, ein ehemaliger Landeshauptmannstellvertreter der SPÖ, nach der letztjährigen, milden Kritik an den Kriegsverbrechen der Waffen-SS, schützend vor die Kameraden stellte.

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Jörg Haider schwul? Wer will das wissen?

Veröffentlicht am 13. Dezember, 2007 in Kärntnerisches

(Dieser Artikel ist ausnahmsweise nicht von mir, sondern aus der Zeitung “Die Presse”, entspricht aber sehr meiner Meinung)

Haider-nackt-kleinIn Medien lancierte Fotos von Jörg Haider beim Posieren mit jungen Männern beweisen ein eigenartiges Verhältnis zur Homosexualität. Und zu Jörg Haider.

Es ist schon fast eine der klassischen Stadt-Legenden. Der Freund eines guten Bekannten eines Cousins soll mit Jörg Haider Sex oder zumindest einen Kontakt gehabt haben, der dorthin hätte führen sollen. Und ein bekannter TV-Schauspieler sei mit dem heutigen Kärntner Landeshauptmann quasi in flagranti erwischt worden, von der polnischen Putzfrau, die wiederum plötzlich alle über vier Ecken gekannt haben wollen.

Die absurde Häufung dieser Geschichten spricht wie im Falle der Spinnen in der Bananenstaude beim lokalen Supermarkt oder dem von einem Ehepaar versehentlich verzehrten Hund in einem China-Restaurant klar dafür, dass sie frei erfunden sind. Dennoch beflügelten sie die Fantasie vieler Journalisten mindestens ebenso lang, wie Haider in der Politik ist. Dass er verheiratet ist, Töchter hat, einer gesellschaftspolitisch sehr konservativen Partei mit wechselnden Namen vorstand, machte sie für viele nur spannender. Die vielen jungen Männer, die Jörg Haider abseits der klassischen Vorfeld-Organisationen bei fast privaten Gelegenheiten wie Sponsionen anwarb und die für politischen Nachwuchs viel zu modisch gekleidet waren, waren für viele ein starkes Indiz. Und die ungewöhnliche Freundschaft zum Sohn des libyschen Revolutionsführers, die so viele gute Event-Fotos lieferte…

Er selbst hat bestritten, dass er homosexuell sei. Zudem gilt in Österreich (noch) das ungeschriebene Gesetz, dass über das Privatleben eines Politikers nur dann geschrieben wird, wenn es dieser selbst thematisiert (wie Thomas Klestil, Karl-Heinz Grasser, Andrea Kdolsky), blieb es in fast allen Redaktionen bei theoretischen Überlegungen. Natürlich wurde der strategische Sandkasten bemüht: Würde ein (un-)freiwilliges Outing als Bi- oder Homosexueller Haider schaden, würden sich die Wähler abwenden?

Denn schließlich heiligt dieser Zweck doch alle Mittel. Ging es doch darum, Jörg Haider, die populistische Gefahr von rechts, den gefährlichen Demagogen, den Salon-Sportler des Neofaschismus, zu stoppen. Das war Mission einer Journalisten-Generation. Die wurde zwar erfüllt, aber nicht ganz auf die Art und Weise wie erhofft. Oder anders: Den Zweck, Jörg Haider zu besiegen, erfüllte ausgerechnet Wolfgang Schüssel. Der selbst einen ganz anderen hatte…

Das elegante Haider-Foul blieb Pflicht im innenpolitischen Journalismus, obwohl der einstige Dämon in seinem Kärntner Operettenland nur noch ein sehr lokales Phänomen ist. (Sieht man von der einen oder anderen Hilfe als braver Mehrheitsbeschaffer für Schüssel und später Wrabetz ab.) Doch nun gibt es Fotos von der Operette: Haider lacht mit Jugendlichen für Party-Fotos, die zu Tausenden im Netz unterhaltsam und sinnlos kursieren. Haider posiert, halst und umarmt, wie es in einer Partynacht immer passieren kann. Oder eben in einem Schwulenlokal.

Doch diese Aussage wagte das Nachrichtenmagazin „profil“ natürlich nicht, als es als erster diese Fotos abdruckte. Es ging suggestiv durch die Hintertür: Das Lokal sei für Amok-Trink-Aktionen bekannt. Und dafür könne der Landeshauptmann doch nicht posieren? Tricky und scheinheilig zugleich. Die Fotos lösten dank erwähnter urban legends bei Lesern – ein Blick in die Internet-Foren der österreichischen Zeitungen zeigt es – vor allem eine Assoziation aus: Jörg Haider umarmt junge Männer – Jörg Haider ist schwul.

Absicht? Zufall? Zurück in die Sandkiste: Ein Outing Haiders zum Zwecke der Wähler-Minimierung sei unethisch, weil er nie gegen Schwule gehetzt habe, wie etwa gegen Ausländer, so die immer wieder formulierte Meinung. (Hätte dann eine Affäre mit einem Ausländer veröffentlicht werden müssen?) Wirklich problematisch ist: Jörg Haider als homosexuell zu outen, um ihm politisch zu schaden, setzt auf Schwulenhass und bedient ihn. Über diese Form der Diskriminierung war weniger oft zu hören.

„Auch Schlechtmenschen homosexuell“

Die Homosexuellen-Initiative hatte lange gefürchtet, Zurschaustellung des vermeintlichen Haiderschen Zweitlebens könnte die öffentliche Haltung zur Homosexualität verschlechtern, echte FP-Wähler würden die Darstellung für eine Verschwörung halten. Diese nicht unbedingte selbstbewusste Argumentation wurde 2000 deutlich verändert. Auf der Hosi-Homepage steht bis heute: „Betrachtet man Outing als politischen Akt gegen versteckte Homosexuelle, die in wichtigen politischen Funktionen anti-homosexuell agieren und handeln, so ist gerade in Haiders Fall ein Outing gerechtfertigt. Für Lesben und Schwule bringt das Outing Haiders allerdings sicherlich nichts Positives. Aber auch Lesben und Schwulen ist die Wahrheit zumutbar. Sie müssen sich damit abfinden, so schmerzlich das auch sein mag, dass Lesben und Schwule nicht automatisch die besseren Menschen sind, dass Homosexuelle nicht nur Gutmenschen, sondern auch Schlechtmenschen sein können.“

Dazu werden Aussagen prominenter FP- und BZÖ-Politiker aufgelistet, die sich gegen Schwule richteten, etwa dass Hilmar Kabas die rosa-lila Villa als „subventioniertes Bordell“ bezeichnet habe. Schluss der Site: „Wir distanzieren uns auf jeden Fall von Haider und verstoßen ihn aus der schwulen Gemeinschaft.“

Eine zentrale Frage wurde leider kaum je öffentlich gestellt: Wer will über das Liebes- und Sexualleben des Politikers Haider Bescheid wissen? Und was würde das ändern?

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