Kürzen bis der Wohlstand kommt

Veröffentlicht am 27. Dezember, 2009 in Bildung

Über die Ökonomisierung der Bildung (Veröffentlicht in der Zeitung “Progress”)

Fast überall in Europa werden Universitäten besetzt und Studierende demonstrieren auf der Straße gegen die „Bildungsökonomisierung“, gegen „den Bolognaprozess“ der EU. Aber was ist eigentlich diese Ökonomisierung? Und vor allem: Wie betrifft sie uns Studierende?

Kurz gesagt versuchen die meisten Regierungen in Europa - auch der Österreichische Wissenschaftsminister Johannes Hahn – das Bildungssystem zu einer dienstleistungsähnlichen Ausbildungsstätte der Privatwirtschaft zu machen. Diese Entwicklung kommt nicht von ungefähr. Schon in den Wirtschaftskrisen der 1970er Jahre setzte sich öffentlich die Meinung durch, die europäischen Staaten seien „geldverschlingene Wohlfahrtsmonster“ die den Wettbewerb vernichten und wirtschaftlich unbeweglich seien. Im Laufe der Zeit wurden die Sozialstaaten mehr und mehr zu Wettbewerbsstaaten umgerüstet und Bildung wurde als zentraler Standortfaktor entdeckt - vom Kindergarten bis zur Hochschule. Speziell die Universitäten, als wichtiger Wachstumsmotor, sollten in den rauen Wind des internationalen Wettbewerbes treten und damit „effizienter“ werden. Da die Universitäten das nicht freiwillig taten, sollte die bisherige demokratische Steuerung durch betriebswirtschaftliche Sachzwänge ersetzt werden. Eventuell auch über radikale staatliche Budgetkürzungen und Einschränkungen der Uni-Demokratie. Bildung sollte nicht mehr als Grundrecht sondern als Investition in das eigene „Humankapital“ wahrgenommen werden. Diese Meinung wurde von neoliberalen Lobbys und Konzernen jahrelang modelliert, die bis heute viel Geld und Kraft in die Reform der europäischen Bildungssysteme stecken. Der Zweck dahinter: Die Unis sollten unter Budgetdruck und dem Anreiz privater Investitionen dazu gebracht werden den Unternehmen AbsolventInnen in Aussicht zu stellen, die speziell an die dortigen Arbeitsplätze angepasst sind. Damit sollten die Gewinne der Unternehmen erhöht werden. Die Europäische Industriellenvereinigung (ERT) beklagt beispielsweise, dass „die Industrie momentan zu wenig Einfluss auf die Lehrpläne hat“ und, „[dass] die Lehrenden nur ein ungenügendes Verständnis von Geschäft, Profit und den Bedarf der Industrie haben“. Die EU - Kommission ist hauptsächlich besorgt bezüglich des „mangelnden Unternehmergeistes sogar der Hochqualifizierten“. Das ist die Melange aus der alle jüngeren Bildungsreformen in Österreich gemacht waren.

Aus der Sicht einer neoliberalen Politik werden zwar mehr AkademikerInnen benötigt, auf der anderen Seite sollen aber die Ausgaben dafür sinken. Dieser Widerspruch kann nur dadurch gelöst werden, indem einerseits die Studierenden selbst Beiträge zahlen, die Studienzeit verkürzt wird und weiters die Universitäten attraktiv für private Investitionen werden. Daraus ergeben sich mehrere Probleme: Als erstes wollen sparende Universitäten nur möglichst wenige Studierende. Wenn daher Zugangsbeschränkungen (also Aufnahmetests, Studiengebühren oder Notendurchschnitte) eingeführt werden, benachteiligt das empirisch gesehen Menschen aus ärmeren Familien und Frauen, weiters sinkt die AkademikerInnenquote. Eine weitere Möglichkeit der Einsparung und Marktanpassung sind die Verkürzungen der Massenstudien (Magister wurde zum Bachelor) und Zugangsbeschränkungen bei höheren Stufen (Master, PhD) die eine wissenschaftliche „Elite“ produzieren sollen. Als Argument wird bei der Verkürzung der Massenstudien oftmals die heutige „Notwendigkeit zu lebenslangem Lernen“ verwendet. Dabei soll in kurzen Studiengängen nicht mehr faktisches Wissen, sondern das „Lernen auf Abruf“ und die Nutzung von Informationstechnologien beigebracht werden. Die individuelle Weiterbildung soll in der Freizeit am Computer und mit Zertifikaten am Bildungs-Privatmarkt organisiert werden. Das alles ist auch mit dem neuen Universitätsgesetz der Österreichischen Bundesregierung vorgesehen und auch die „Elite Universität“ in Gugging wurde dahingehend geplant.

Ökonomisierung klingt neutral ist aber ein höchst politischer Vorgang und deshalb ist auch die Kritik daran groß. Einerseits heißt privatisierte Bildung mehr soziale Selektion, egal ob im Kindergarten, in den Schulen oder den Universitäten. Auch kann empirisch nicht gesagt werden ob die Beschränkung auf eine „Elite“ volkswirtschaftlich überhaupt „nützt“, wenn gleichzeitig die Breitenbildung vernachlässigt wird – Eher das Gegenteil ist der Fall. Weiters kann man hinterfragen, ob nicht genau in unserer wirtschaftlich instabilen Epoche die Bedeutung von „haltbarem“, antizyklischem und kritischem Verständnis steigt. Private Unternehmen können dieses nicht bieten, da der Markt nicht weiß was Zukunft ist.

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Schmied hat ausgeschissen: Echte Bildungsreformen liegen jetzt leider auf Eis.

Veröffentlicht am 25. April, 2009 in Bildung

schulerdemoIch muss zugeben, ich war anfangs ein “Fan” von Unterrichtsministerin Claudia Schmied, nicht etwa wegen der Namensähnlichkeit, sondern weil ich mir von ihr die Zähigkeit, Ausdauer, das Rückgrat und die Verhandlungs-kompetenz versprochen habe, die man für echte Bildungs-Reformen in Österreich braucht. Auch nach einem längeren persönlichen Gespräch mit ihr habe ich mir viel versprochen. Sie hat mich auch lange nicht vergrault. Die Klassenschülerhöchstzahl wurde - wenigstens teilweise, da und dort - auf 25 gesenkt, und für mich ein sehr wichtiger Punkt: Sie begann gegen alle Wiederstände die Gemeinsame Schule durchzusetzen. Nach 12 Jahren Overkill-Elisabeth Gehrer war all das eine Wohltat. Ich rechne Schmied das hoch an. Angst macht mir nur die momentane “Schul”-Diskussion: Zuerst die 2 Stunden mehr für Lehrkräfte und dann die geplante Streichung der Schulautonomen Tage. Schmied weiß genau welche Fronten die da aktiviert mit ihrer Polarisierung. Einerseits die Lehrergewerkschaft, und andererseits die meisten Schülerinnen und Schüler. Ich weiß das von vielen Leuten: Schmied hat da ausgeschissen und sich diejenigen zu Feinden gemacht, die sie wahrscheinlich am notwendigsten für echte Schulreformen benötigt hätte: Die Leute die mit dem Schulbetrieb zu tun haben, bzw. Leute die sich auskennen. Mit ihrem pauschalen “2 Stunden mehr (Zwischen den Zeilen: Lohnsenkung, bei einer Klasse mehr)” wurden genau die guten, engagierten LehrerInnen am meisten vor den Kopf gestoßen, die für Reformen Richtung Gemeinsame Schule am ehesten zu haben gewesen wären. Das Sie dabei die SchülerInnen schlicht vergisst, wird ihr im Stress der Verhandlungen passiert sein, tolles Zeichen für Schmied ist das allerdings nicht. Das verstärkt das Gefühl bei vielen Betroffenen, dass das Ministerium über “sie drüberfahrt” und nicht zuhören kann, so wie das Gehrer gemacht hat. Schmied hat damit viel ihrer eigenen Aufbau-Arbeit zerstört und ich finde das traurig. Sie hätte die geballte Kraft der Lehrergewerkschaft, der SchülerInnen und der Öffentlichkeit dazu verwenden müssen um gegen die zu gehen, die Wirklich schuld sind - und das ist die Gürtel-Engerschnall-Partei ÖVP und dem geizigen Finanzminister Pröll, der lieber für Reiche Steuern senkt, als 4000 fertigen JunglehrerInnen einen (Schlecht-bezahlten) Job zu geben. Schmied hätte mehr Geld verlangen müssen, aber aufgrund Faymanns “immer lächeln, wir streiten nicht” Doktrin hat sie nicht auf Pröll, sondern auf die LehrerInnen und SchülerInnen gehen müssen.

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Der geizige Pröll und das Tabu der faulen LehrerInnen

Veröffentlicht am 9. März, 2009 in Bildung

klasse3Die Diskussion um die Verlängerung der Unterrichtszeit der LehrerInnen ist jetzt am Höhepunkt angekommen. Die Fakten sehen bei aller Emotionalität so aus: Finanzminister Pröll ist scheinbar ein geiziger Mann und spart genau da, wo man als Staat in Krisenzeiten nicht sparen sollte - Bei den Schulen und der Bildung. Jedenfalls hat Ministerin Schmied nicht genug Geld um den Betrieb normal weiterlaufen zu lassen und anstatt bei den Kindern zu sparen, spart sie bei den Lehrkräften und lässt sie länger arbeiten, um JunglehrerInnen einzusparen. Von ihrer Budget-Sicht ist das auch verständlich und es ist für mich auch nicht unbedingt ein Tabu manche Beamte (Bsp.: TurnlehrerInnen haben weniger Vorbereitungszeit als SprachlehrerInnen usw.) mehr arbeiten zu lassen.

Ich bin aber der Meinung, dass die Diskussion falsch läuft, denn Pröll sollte schlicht und einfach die Finanzen erhöhen. Es stehen in Österreich über 5000 “engagierte” JunglehrerInnen (mehr oder weniger arbeitslos) in der Warteschlange und verdienen anfänglich Brutto 1800 €, also ca. 1200 € Netto. Sonderlich viel ist das nicht und mein Ziel wäre es eher jungen LehrerInnen einen Job zu geben und da die Bezahlung zu verbessern, als dass AltlehrerInnen noch mehr arbeiten. Außerdem kann man als Beamter nur mehr verdienen wenn man älter wird, ob das ein richtiger Ansporn ist, den Lehrberuf nicht nur als Überbrückung zur Pension zu sehen? Eher nicht. Ich finde mit Engagement der LehrerInnen sollte irgendwie belohnt werden und wenn man eben wennig tut und lieber ein Video einschiebt, sollten auch Konsequenzen möglich sein, wie z.B. eine Verlängerung der Pflichtstunden. Das wäre nur fair gegenüber allen guten LehrerInnen in Österreich. Auch sollte es eine Eingangsprüfung geben - wie in Finnland - die unfähigere LehrerInnen von vornherein “aussiebt”. Denn das schlechte öffentliche Standing des Lehrberufs kommt nicht von irgendwoher, es sind diese immer wieder vorhandenen unglücklichen Einzelbeispiele, die jedeR kennt, wo “ProblemlehrerInnen” den Ruf ihres ganzen wichtigen und ehrenwerten “Standes” in den Dreck ziehen. Die Lehrergewerkschaft tut sich bei der ewigen Verteidigung dieser Lehrpersonen selbst nichts Gutes.

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Islam im Unterricht: Endlich wird diskutiert!

Veröffentlicht am 2. Februar, 2009 in Bildung

In den letzten Tagen ist eine sehr wichtige Diskussion in Österreich aufgeflammt, die für mich wenigstens teilweise endlich da angelangt ist, wo ich die öffentliche Integrations-Debatte haben will, bei einer ehrlichen Diskussion um Integration, ohne Hass und Scheuklappen. Auch wenn leider wieder ein paar übliche Anschmutzungen dabei waren. Das Ganze begann mit einer Studie, wonach ein Viertel der islamischen Religionslehrer die Demokratie ablehen und was auch schlimm ist: Über 40% davon finden, dass man “nicht Muslim und Europäer gemeinsam sein kann”. Islamlehrer mit dieser reaktionären Einstellung sind der TOD für eine erfolgreiche Integration von jungen MigrantInnen. Wenn diese Werte in der Schule vermittelt werden, braucht man sich über Probleme nicht wundern!

Deshalb finde ich die verpflichtende Uni-Ausbildung für Islamische Religionslehrer gut, denn in den 80er und 90er Jahren wurden teilweise vollkommen unausgebildete Religionslehrer zugelassen, da ein Mangel bestand. Auch die Kontrolle der unterrichteten Inhalte und Lehrpläne finde ich wichtig. Auch das Bekenntnis zu den Menschenrechten ist essentiell, damit fundamentalistische IslamlehrerInnen im Bildungssystem nichts mehr zu suchen haben. Bildung ist für Integration zu wichtig, als dass sie der konservativen “Islamischen Glaubensgemeinschaft” überlassen werden kann.

Aber ein Punkt ist für mich zu wenig ausgesprochen worden: Warum nicht auch katholische ReligionslehrerInnen dem selben Prozedere unterziehen? Auch da gibt FundamentalistInnen. Das weiß ich aus eigener Erfahrung. Nur weil das alte “Konkordat” aus den 1920er Jahren der Kirche Alleinentscheidungsmacht über LehrerInnen, Lehrplan usw. gibt? Warum nicht überhaupt den Religionsunterricht vom Einfluss bestimmter Organisationen befreien? Ich finde da ist Reformbedarf. Unterricht ist kein ideologischer Postenbesetzungsplatz.

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„Das ist ein fauler Kompromiss!“

Veröffentlicht am 7. Januar, 2009 in Bildung

Nach einem 15-Tägigen Urlaub in Spanien meld ich mich wieder zurück.

Die Story: Wie die ÖVP der Neuen Mittelschule Steine in den Weg legt und die Regierung eine gute Idee zu einem seltsamen Murks macht – Eine schnörkellose Bestandsaufnahme

(Dieser Artikel von mir ist in der Zeitung “Unique” der ÖH-Wien veröffentlicht worden vielen Dank an dieser Stelle an Nabg. Harald Walser, Bildungssprecher der Grünen und Rudi Altersberger, Vize-Landesschulratspräsident in Kärnten für viele Infos)


Österreichs Bildungssystem ist so ungerecht wie kaum ein anderes in der EU. Das Hauptproblem liegt, laut einhelliger Meinung von BildungsexpertInnen, in der frühen Differenzierung der SchülerInnen in Hauptschule und Gymnasium mit weniger als 10 Jahren. In diesem Alter wird weniger aufgrund der Fähigkeiten und Interessen des Kindes, sondern eher nach denen der Eltern entschieden. Nur ein Drittel aller Kinder in Hauptschulen haben Eltern mit Matura, in der AHS sind es hingegen zwei Drittel. Andererseits ist der Anteil von Kindern, deren Eltern einen Pflichtschulabschluss haben, in Hauptschulen fast dreimal so hoch wie in der AHS.

Lebenslauf und ökonomische Situation werden somit vererbt, Talente vernichtet. Um das zu ändern, läuft seit dem 14.9.2008 der umkämpfte Schulversuch „Neue Mittelschule“. Die offiziellen Besonderheiten dieser Schule sind etwas größere finanzielle Mittel, Teamteaching von zwei LehrerInnen, kleinere Klassen mit einer Teilungszahl von 19 SchülerInnen, Lehrplan der AHS, individuelle Betreuung statt Leistungsgruppen und einen größeren Schwerpunkt auf Kunst und Sport. Alle Parteien außer ÖVP und FPÖ sind dafür. Die ÖVP und die Beamtengewerkschaft, deren Spitzen AnhängerInnen des alten differenzierten Schulsystems sind, bauen deshalb Bremsklötze gegen die Neue Mittelschule, wo sie nur können. So beklagen einige Landesschulräte dass, per Gesetz, pro Bundesland nur maximal 10 Prozent der Schulen an dem Schulversuch teilnehmen dürfen, auch wenn mehr mitmachen wollen (Interessantes Detail am Rande: Das einzige Bundesland das diese Quote überschreitet ist das, mit absoluter ÖVP-Mehrheit regierte Vorarlberg). Ein weiterer Bremsklotz ist, dass pro Woche nur 6 Unterrichtsstunden für „Teamteaching“ zur Verfügung stehen und das reicht, wenn überhaupt, nur für die sogenannten „Kernfächer“ wie Englisch, Mathematik und Deutsch. Wenn ein Bundesland mehr will, muss es die zusätzlich benötigten LehrerInnen dem Bund bezahlen. Auch von einem einheitlichen und innovativen Schulmodell ist die „Gemeinsame Schule“ leider noch weit entfernt. Denn trotz Kritik einiger BildungsexpertInnen ist weder am Noten- noch am starren 50 Minuten-System etwas geändert worden. Auch wurden in manchen Bundesländern die Leistungsgruppen einfach beibehalten. Einige Bundesländer scheinen unter der Marke „Neue Mittelschule“ schlicht ihre Hauptschulen aufzuwerten.

Ab dem Schuljahr 2009 beteiligen sich dann insgesamt 208 Schulen an der neuen Schulform. Als problematisch kann mensch aber sehen, dass sich bisher fast nur städtische Hauptschulen an dem Projekt beteiligen und dadurch eben nicht eine gemeinsame Schule entsteht, sondern eher ein dreigliedriges Schulsystem aus AHS, Neuer Mittelschule und besseren Hauptschulen am Land. Sogar die Wirtschaftskammer nennt den bisherigen Verlauf einen „faulen Kompromiss […], denn die geplante Evaluierung des neuen Schultyps mache nur Sinn, wenn eine ganze Region nur die Neue Mittelschule hat“. Denn nach wie vor wird der Unternehmersohn das Gymnasium und die MigrantInnentochter die Hauptschule besuchen. Eines ist jetzt schon klar: Die Schulversuchs-Klassen werden nicht die zukünftige Gesamtschule widerspiegeln, es wird das Falsche evaluiert werden - Und die ÖVP wird sich freuen. Es sollten für einen erfolgreichen Schulversuch also auch möglichst viele AHS Schulen eingebunden werden. Zwar sind in der kürzlich angekündigten „Wiener Mittelschule“ 6 von 20 Schulen AHS, meistens scheitert eine Teilnahme aber an der AHS-LehrerInnengewerkschaft, die Ängste hat, dass ihr Berufsstand abgewertet wird. Wir bleiben dran… Bildung für alle!

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Gewalt an den Schulen - Was tun?

Veröffentlicht am 24. Juli, 2008 in Bildung

(Mein - leider viel zu kurzer - Kommentar zum Thema “Gewalt an Schulen” in der morgigen Kärntner WOCHE–> Seite 19/Politik)

Speziell in Zeiten sozialer Missstände werden (junge) Menschen gewaltbereiter. Das zeigt uns nicht nur die Geschichte. In einer Gesellschaft, die auseinanderdriftet, gibt es auch mehr Gewalt, denn diese findet hauptsächlich in sozialen Randgruppen statt.
Laut dem Verein „NeuSTART“ ist an Haupt-, Polytechnischen- und Sonderschulen die Gewalt deshalb am häufigsten: „Speziell bei ärmeren Jugendlichen mit schlechten Perspektiven und geringer sozialer Integration“, heißt es. Wer nach der Schule in eine leere Wohnung kommt, weil die alleinerziehende Mutter in drei Jobs arbeiten muss, wer eine schlechte Ausbildung, eine prekäre oder keine Arbeit hat, wer sich ausgestoßen und unfair behandelt fühlt, von dem kann man schwer erwarten, dass er die gesellschaftlichen Regeln liebt. Die Regierungs-Schickeria in Wien hat jahrelang die soziale Schieflage in Österreich und in seinen Schulen geleugnet. Jetzt werden die Symptome bekämpft - Und das schlecht. Ich sage: Um den sozialen Frieden zu erhalten, braucht es endlich Verteilungsgerechtigkeit, Chancengleichheit im Bildungssystem und Budgets für Schulmediation, Psychotherapie auf Krankenschein und Schul-SozialarbeiterInnen.

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Matura reformieren!

Veröffentlicht am 13. Mai, 2008 in Bildung

MaturaUnnachhaltige nervliche Extrembelastung mit einer vorwissenschaftlichen Jahresarbeit ersetzen.

In diesen Wochen treten Österreichweit 42.000 SchülerInnen zur Matura an. In Kärnten sind 2.882 SchülerInnen reif für die Prüfung. Rund um die schriftliche und mündliche Matura ist die nervliche Belastung für die SchülerInnen extrem. Viele plagen Versagensängste, Alpträume und Psychosomatische Erkrankungen, die noch lange nach der Matura bleiben.

Nicht selten kommt es in dieser fordernden Situation zu einer “Umkehrung”. Das heißt, sehr gute Schüler schneiden mitunter schlechter ab, als es den bisherigen Leistungen in 12 oder 13 Schuljahren entsprechen würde.

Außerdem “lernen” die Schülerinnen und Schüler gezielt nur für die Matura - das meist mit vielen teuren Privat-Nachhilfe Stunden - und haben schon 3 Monate später alles wieder vergessen.
Es wird nicht nachhaltig gelernt, sondern es werd nur kurzfristig “zwischengespeichert”

Die Matura ist daher eine nervliche Exrem-Belastung ohne zusätzlichen Nutzen. Trotzdem ist die Matura aber, aus unerfindlichen Gründen, ein bildungspolitisches Tabu, dass angesprochen gehört

Viel nachhaltiger wäre es eine vorwissenschaftliche Jahresarbeit (Also eine bessere Fachbereichsarbeit) über ein Interessensgebiet unter pädagogischer Begleitung zu machen. Das Lernen wissenschaftlich zu arbeiten, Informationen zu suchen, Quellen auf Glaubwürdigkeit zu überprüfen, logisch zu argumentieren, kritisch nachzufragen und selbständig zu recherchieren hilft mehr, als kurzzeitiges “in den Kopf pressen”. Über diese vorwissenschaftliche Arbeit soll es eine mündliche Prüfung bzw. Präsentation geben. Ansonsten soll einfach feierlich das 12./13. Jahreszeugnis, als Studienberechtigung, überreicht werden.

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Private Nachhilfe: Die heimliche Privatisierung unserer Bildung

Veröffentlicht am 7. Februar, 2008 in Bildung

schule011“Die Schule ist gratis!” Gerne wird das wohltäterisch lächelnd von Regierungs- PolitikerInnen betont und als Beweis für den “toll funktionierenden Sozialstaat Österreich” gepriesen.
Auf der anderen Seite wird von uns globalisierungskritischen Menschen oft gewarnt, dass in diesem Punkt nichts auf ewig in Stein gemeiselt ist und dass es das Ziel einiger Institutionen ist, die Bildung zu privatisieren. Man hört immer öfter von Ideen über ein geplantes Schulgeld und Redbull-Sponsoring-Klassen. So sehr diese Kritik und Angst vor einer Privatisierung der Schulen stimmt, eines dürfen wir, bei aller Sorge um die Zukunft auf keinen Fall übersehen:

Schule ist jetzt schon, bei weitem, nicht (mehr) gratis. Das wissen auch alle Eltern. Schulgeld gibt es zwar im öffentlichen Bildungssystem keines, aber die Schule wird in den letzten Jahren vor unseren Augen (fast) unbemerkt privatisiert:

  • Die Materialien für den Unterricht kosten doch eine Stange Geld
  • Schulsporttage und Reisen sind trotz eventueller Elternvereinsunterstützung für ärmere Familien nicht zu unterschätzen
  • Die Zeiten, in denen Schulbücher wirklich gratis waren sind in Österreich leider auch schon wieder Geschichte, der Fixbetrag steigt jedes Jahr
  • Ein Kind jahrelang im Bildungsweg durchzufüttern im Hotel Mama & Papa ist finanziell für die Ärmere auch nicht so einfach, wie’s klingt. (kein Wunder, dass man das Kind nicht bis zum 19 Lebensjahr auf’s Gymnasium schicken kann, sondern es bis 14 Jahre in die Hauptschule gibt, wo es danach eine Lehre machen kann und finanziell schnell auf eigenen Beinen steht)

Ein wichtiger Punkt, der aber von der Öffentlichkeit kaum beschrieben und kritisiert worden ist:

  • Die Privatisierung der Schule in die private Nachhilfe:


Fast jedeR SchülerIn nimmt heute schon teure, bezahlte Nachhilfe in Anspruch (Durchschnittlich kostet eine Stunde zwischen 15 und 30 Euros). Es scheint nur wenige in der Österreichischen Bildungs-Highsociety und Polit-Schickaria zu stören, dass sich von Jahr zu Jahr mehr Unterricht aus dem Schulgebäude hinaus in die privaten Lernstuben verlagert.
Vieles wird von den SchülerInnen mehr verlangt, als ihnen die LehrerInnen in 30-Köpfigen Klassen beibringen können. Viele kommen, ohne auch nur im geringsten dumm zu sein, nicht mit dem Stoff mit. Die größten Probleme gibt es in Mathematik, Fremdsprachen und Physik (Da sich hier die verschieden Lerntypen am deutlichsten zeigen und in unserem Schulsystem kaum auf diese eingegangen wird. alle werden über einen Kamm geschehrt: Auditive, Visuelle und Haptische Lerntypen) Was die Schule versäumt, muss immer mehr das private Geldbörsl der Eltern wegmachen. Für Reiche ein Klacks, für Arme unmöglich. Reiche Kinder werden durchgeschoben (auch wenn sie vielleicht nicht allzu viel auf dem Kasten haben), und Kinder aus ärmeren Elternhäusern hören mit der Schule auf.

Warum so viele BildungspolitikerInnen nichts dagegen machen wollen? Ganz einfach: Das System zu reformieren braucht viel Wille, Mut, Energie und Budget. Nichts gegen die überschwappende Privat-Nachhilfe zu tun und noch zu warten (”merkt eh niemand”) ist da einfacher. Vor allem ist das einfacher, weil, meiner Meinung nach, dieses Thema ein Tabuthema ist, da Eltern, die ihr Kind in Nachhilfeunterricht haben noch immer glauben, der Fehler liegt bei ihrem Kind (”Is’ es vielleicht nicht so gscheit wie die anderen?!”) und nicht beim System.

Nachhilfe ist zu einem großen Geschäftszweig geworden in den letzten 20 Jahren. Von verschiedenen Lerninstituten gibt es Schätzungen, dass jede Österreichische Familie (mit Kindern in Ausbildungsalter) durchschnittlich rund 320 Euro pro Jahr und Kindernase zahlt.

Ich sage: Nein zur Privatisierung der Bildung, weder in Zukunft noch jetzt. Chancengleichheit für alle Kinder und Jugendlichen darf nicht beim hinausgehen aus der Schule am Schultor aufhören.

Es gibt ein paar Punkte, wie die private Nachhilfe verringert werden kann:

  • Rund 70% der Nachhilfe wird im Fach Mathematik gebraucht. Der Rest sind Fremdsprachen und Physik. Das zeigt, dass die SchülerInnen nicht dümmer geworden sind, sondern es bestimmte Schulfächer gibt, die in Klassen mit 30+ SchülerInnen nicht mehr qualitativ zu unterrichten gehen. Eine Lösung wäre: Wirkliche Verkürzung der KlassenschülerInnen-Höchstzahl (Nicht nur davon reden wie die RegierungspolitikerInnen)
  • Auf jeden Fall wichtig wären mehr Lehrerinnen und Lehrer.
  • Aber das Wichtigste: Nach dem jetzigen “Alle über einen Kamm scheren”-System kann man gar nicht sagen, ob die die gut sind auch wirklich so viel stärker sind, als der/die SchülerIn, die weniger gut ist. Das klingt als erstes unlogisch, hängt aber mit dem verschieden Lerntyps der SchülerInnen zusammen. Momentan wird nur ein Lerntyp gefördert. Nämlich diejenigen SchülerInnen, die am besten lernen, wenn ihnen jemand frontal “diktiert” und sie schreiben auf und lernen das so.
    Diejenigen aber, die am besten lernen, indem die etwas anschauen, angreifen, oder sich selbst etwas ausdenken, diskutieren oder präsentieren, kritisieren oder problemlösen, müssen in unserem allegmeinen Bildungssystem meistens schauen, wo sie bleiben. Ein größerer bildungspolitischer Super-GAU und Verschleiß kann kaum gemacht werden. Die Reformpädagogischen Schulen (Walddorf, Montesori,…) machen genau in diesem Punkt einen Unterricht, an dem man sich bildungspolitisch etwas abschauen könnte.
  • Weiters kann man auch einmal andiskutieren, ob eventuell der Mathematik der Oberstufe bis Matura nicht eine Spur zu viel Bedeutung gegeben wird (Ich habe wochenlang gelernt, um für die Matura ein Rotationshyperboloid ausrechnen zu können… Ein halbes Jahr später kann ich es nicht mehr und habe nie erfahren für was ich es brauche. Über unser Steuersystem oder Organisatorische Buchhaltung habe ich nie ein einziges Wort gelernt)
  • In unserem Schulsystem ist ein weiterer SUPER-GAU versteckt: Man lernt immer nur für die Fächer, in denen man Schwierigkeiten hat. Die Fächer, in denen man ein Talent hat und sie gerne macht, lässt man links liegen. Man ist auch noch froh darüber, dass man sich wenigstens um die nicht kümmern muss und ohne etwas zu tun ein “Befriedigend” bekommt. Da kann man sich voll und ganz auf seine Schwächen konzentrieren.
  • Die Schule müsste so organisiert sein, dass die, die in einem Fach gut sind gefordert werden und die die weniger stark sind müssen gefördert werden.

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Gesamtschule: “Verteilungskampf”

Veröffentlicht am 16. Dezember, 2007 in Bildung

(Ein pointierter Kommentar von Elfriede Hammerl im “Profil”, wo diese tolle Frau wieder einmal den Punkt trifft)

Die Eltern wollen die Gesamtschule nicht! Welche Eltern? Und für welche Kinder?

Die Eltern wollen die Gesamtschule nicht! Das wurde in der Debatte um die gemeinsame Schule der Sechs- bis 15-Jährigen immer wieder behauptet. Offen blieb die Frage: Welche Eltern? Wer sind die Mütter und Väter, die auf früher Selektion beharren? Was sind sie? Bauarbeiter? Küchenhilfe? Aus Anatolien zugewandert und an Montagebändern tätig? Oder doch eher Lehrer, Apothekerin, gehobener Beamter?

Eltern, die sich in Schulangelegenheiten engagieren, kommen nicht aus bildungsfernen Schichten, schon gar nicht haben sie einen Migrationshintergrund. Eltern, die sich in Schulangelegenheiten starkmachen, agieren mehrheitlich als Vertreter einer Ständegesellschaft, von der sie profitieren, und sie führen einen beinharten Verteilungskampf. Verteilt werden vermeintliche Zukunftschancen. Für unsere Kinder die besten. Für die anderen die schlechten. Wenn die anderen bessere kriegen, was kriegen dann unsere? Am Ende schlechtere? Rückt die Matura für alle näher, wird es schwieriger, dem eigenen Nachwuchs das größere Stück vom Kuchen zu sichern. Minister Josef Pröll hat es in einem Zeitungsinterview1) ganz unverhohlen ausgedrückt: „Matura für alle – damit wäre nur das Gymnasium zerstört und nichts gewonnen.“
Warum damit nichts gewonnen wäre, erklärte er nicht. Ist ja auch schwer zu begründen, weshalb mehr Bildung für mehr Menschen kein Gewinn sein sollte. Es sei denn, man denkt bei gewinnen an einen Machtkampf, in dem es zu siegen gilt.
Die Haltung ist nicht neu. Es kann doch nicht jeder. Wo kommen wir denn hin, wenn alle.

Ja, wo kommen wir hin, wenn alle schreiben und lesen lernen? Wo kommen wir hin, wenn das Volk mit Informationen gefüttert wird? Wo kommen wir hin, wenn Menschen Fertigkeiten und Fähigkeiten vermittelt kriegen, die sie zu mehr machen als zu braven Befehlsempfängern?
Natürlich können wir auch den Zeiten nachtrauern, als das Schriftgelehrtentum den Mönchen vorbehalten und der einfache Mensch bei Strafe angehalten war, nicht hoffärtig über den Tellerrand zu schielen, den ihm das Schicksal per Geburt zugedacht hatte.
Das wäre allerdings insofern ein wenig fehlsichtig, als die meisten von uns nicht in gerader Linie von Mönchen abstammen und von der Einführung der allgemeinen Schulpflicht sowie einer gewissen Lockerung der Klassenschranken profitiert haben.
Bloß dass das vielen nicht bewusst, vielleicht aber auch nur wurscht ist, weil es ihnen darum geht, den Status quo zu erhalten, der sie und ihre Nachkommen – noch – bevorzugt.
Für die vermögende Oberschicht ist es keine sonderliche Bedrohung, wenn sich mehr Kinder aus bescheidenen Elternhäusern der höheren Bildung annähern. Die weiß schon, wie sie ihren Nachwuchs abgrenzt von denen da unten und in der Mitte. Die bietet frühe Förderung durch entsprechendes Hauspersonal auf (kleiner Tipp: das zeitgemäße Pendant zur französischen Gouvernante von ehedem ist die chinesische Nanny), Privatschulen, teure Auslandsaufenthalte, akademische Tutoren, exklusive Universitäten an prestigeträchtigen Orten – da kann ohnedies niemand mithalten, der nicht festen Fuß gefasst hat in der Oberliga, in die so bald keiner hineinkommt.
Aber die nicht so Vermögenden büßen ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal ein. Wie sollen sie verhindern, dass ihre Kinder in einen Topf geworfen werden mit Krethi und Plethi, wenn der Spross von Bauarbeiter und Küchenhilfe bis 15 mit ihnen auf derselben Schulbank sitzt, und zwar ganz selbstverständlich und nicht bloß ausnahmsweise?

Wie sehr unser mit früher Trennung operierendes System die Bildungschancen talentierter Jugendlicher beschneidet, war vor einiger Zeit im Radio2) zu hören. Die schlechtesten Aussichten, von der Hauptschule in eine höhere Schule zu wechseln, hätten begabte Kinder auf dem Land, hieß es in einer Sendung des „Radiokollegs“. Weil im ländlichen Bereich so viele Jugendliche in die Hauptschule gingen, aber nicht alle in die ersten Leistungsgruppen kommen könnten, würden auch gute SchülerInnen auf die zweiten und dritten Leistungsgruppen aufgeteilt. Späterer Übertritt in AHS oder BHS dadurch unmöglich.
Ein Geniestreich.

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Kärntner Schulen dürfen nicht politisch missbraucht werden!

Veröffentlicht am 12. Dezember, 2007 in Bildung

(Veröffentlicht in der Kleinen Zeitung und der KTZ)

Landesschulsprecher Julian Schmid und die gesamte Landesschüler- vertretung (LSV) in Kärnten ist empört über den neuesten Plan von Landeshauptmann Jörg Haider und der Plattform „Unser Kärnten“.
Diese haben angekündigt, dass sie eine (mit Landesgeldern finanzierte) Ausstellung zum Thema „Ortstafeln“ in den Kärntner Schulen zeigen werden. Diese Ausstellung will Haider den Schulen verordnen.

Dass diese Ausstellung, die auf einer Veranstaltung der Anti-Konsens-Plattform „Unser Kärnten“ (von KAB, ÖKB, FPÖ, BZÖ) vorgestellt wurde, zutiefst unwissenschaftlich und politisch eingefärbt sein wird, kann man sich denken.
„Haider missbraucht eindeutig sein Amt als Landeshauptmann, er will die Schulen für seine parteipolitischen Zwecke missbrauchen“, warnt Landesschulsprecher Julian Schmid „Ich habe mit vielen Schülern, Eltern und Lehrern geredet und alle sagen, dass das emotionale Ortstafelthema bei den Kindern in der Schule nichts verloren hat“. „Zudem weiß jeder, dass pseudo-wissenschaftliche, politische Ausstellungen in Schulen sehr manipulieren können. Und gerade das will Haider anscheinend.“

„Falls Haider die Ortstafel-Ausstellung in die Tat umsetzt, werden wir Schüler das auf keinen Fall zulassen. Wenn der Landeshauptmann jetzt auch noch versucht, per Verordnung in unseren Schulen die Kinder und Jugendlichen gegen die zweisprachigen Kärntner (Kinder) aufzuhetzen, ist endgültig Schluss mit lustig. Die Kärntner Schulen dürfen nicht politisch missbraucht werden!“ schließt der Kärntner Schülervertreter Julian Schmid.

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