AK Studie: Mc-Jobs explodieren!

PrekaerDie Zahl der so genannten „McJobs“ mit weniger als 350 Euro Einkommen im Monat steigt auch in Kärnten sprunghaft an. Das wurde zwar lange vermutet, jetzt ist es aber offiziell: Im Februar gab es in Kärnten bereits 17.527 Menschen, die sich mit solchen Minijobs über Wasser halten müssen. Laut den Berechnungen der Arbeiterkammer sind das um 60% mehr als noch vor zehn Jahren (1998)!

Geringfügige Beschäftigung ist vor allem weiblich. 12.173 aller Minijobs in Kärnten, das sind 70%, entfallen auf Frauen. Wer geringfügig beschäftigt ist, verdient im Monat maximal 349,01 Euro und ist nur unfall-, nicht jedoch kranken, pensions- oder arbeitslosenversichert. Somit besteht kein Anspruch auf Krankengeld. Um finanziell über die Runden zu kommen, müssen viele Geringfügige zwei oder mehrere solcher Jobs annehmen. Daher fordert die Arbeiterkammer eine bessere soziale Absicherung für geringfügig Beschäftigte durch eine verpflichtende Einbeziehung in die Arbeitslosen- und Krankenversicherung.

Die Vorteile von Geringfügigen Angestellten für die ArbeitgeberInnen haben zur Folge, dass immer mehr Vollzeitarbeitsplätze durch Teilzeit und Geringfügigkeit ersetzt werden, weil das einfach noch billiger ist. Dabei sind Minijobs allein nicht existenzsichernd. Lohndumping wird gefördert.

4.500 Vollzeitjobs weniger

Die Zahl der ganzjährig Vollzeitbeschäftigten nimmt deutlich ab. Allein von 2003 bis 2007 sind 4.500 Vollzeitplätze verloren gegangen, hingegen 13.921 Teilzeitjobs und 1.647 geringfügige Beschäftigungsverhältnisse entstanden. Deshalb werden von RegierungspolitikerInnen jedes Jahr neue Beschäftigungsrekorde gefeiert, während die Armutsgefährdung zunimmt.

Auch Junge bekommen imer seltener Vollzeitbeschäftigungen und arbeiten in prekären Beschäftigungsverhältnissen oder Praktikas.

AK STATISTIK:
Geringfuegige_Kaernten_1998_2008 (pdf, 26 KB)

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