Die Pensionsautomatik und ihre Heuchler/innen
Das sich jetzt die SPÖ Spitze mit ihrem neuen Halbchef Faymann zu positionieren versucht ist verständlich. Ihr unglaubwürdiges plötzliches “NEIN” zur Pensionsautomatik ist zwar richtig, aber unfassbar heuchlerisch und stinkt nach wahltaktischen Überlegungen.
Denn:
1.) Auszug aus dem gemeinsamen SPÖ-ÖVP Regierungsprogramm: “Die Verhandlungspartner kommen überein, dass der bestehende Nachhaltigkeitsfaktor in Richtung einer Pensionsautomatik mit Wirksamwerdung ab 2010 abgeändert wird. Veränderungen der Lebenserwartung führen automatisch zur Aktivierung des Nachhaltigkeitsfaktors.” (Anm. Man sehe, wie man heutzutage das Wort Nachhaltigkeit dehnen kann..)
2.) “Sozialminister” Buchinger hat dieser Automatik zuerst zugestimmt und der Bundeskanzler ebenfalls. bis dann andere für sie “NEIN” gesagt haben.
Das ist Heuchelei. Leider. Dennoch bin ich froh, dass sich die SozialdemokratInnen diesmal doch auf diese Seite geschlagen haben, denn etwas unfaireres als einen “Pensionsautomatismus” kann man kaum erfinden. Kurz: Jede dringend notwendige Pensionserhöhung oder Inflationsanpassung, jede Beitragssenkung oder jeder Zuschuss würde direkt höhere Beiträge, länger Arbeiten, kürzere Pension und niedrigere Pensionen für meine Generation bedeuten. Man müsste dann also überspitzt hoffen, dass die Mindestpensionistin keine Erhöhung bekommt und dass die Lebenserwartung sinkt! Ein Bilderbuchbeispiel, wie man Generationenhass sähen kann! Verkauft wird das dann als Nachhaltig…
Das Ziel unser Gesellschaft muss sein: Länger leben, weniger Lohnarbeiten und allen Menschen ein würdiges Leben zu ermöglichen. Jung und alt!

Jetzt is es heraußen: Werner Faymann ist neuer SPÖ-Chef. Das verwundert, denn außerhalb von Wien ist Faymann einer der unprofiliertesten Spitzen-Politiker Österreichs. Er ist zwar schon länger “Kronprinz” der “Sozialdemokraten”, verstanden habe ich das aber nie.

Auch Haider, Burgstaller und Van Staa haben die Erde von uns Jungen nur geborgt.



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